OEK Rellingen
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Ortskern Rellingen-Ort

Dieses Handlungsfeld umfasst die Themen rund um die Ortsmitte von Rellingen-Ort.

In der Mitte des Ortsteils befindet sich eine Vielzahl der Versorgungsangebote der Gemeinde. Außerdem hebt sich die Ortsmitte aufgrund ihrer Gestaltung im Rellinger Baustil und als Standort des Rathauses und der Verwaltung von den anderen Ortsteilen ab. Auch zukünftig soll die Ortsmitte als Versorgungsstandort, Treffpunkt und Ort zum Verweilen gesichert und weiter in seiner Attraktivität gesteigert werden.

In einem Gesamtkonzept für den Ortskern soll der Grundstein für eine starke Entwicklung des Ortskerns gelegt werden. Der Fokus liegt dabei auf dem Kernbereich rund um die Hauptstraße, das Rathaus, den Sportplatz, den Arkadenhof und das EDEKA-Böge-Gelände. Von hier aus gilt es durch ein modernes Gestaltungskonzept sowie durch attraktive und zukunftsfähige frequenzbringende Nutzungen den gesamten Ortskern zu stärken. Im Schlüsselprojekt „Ortsmitte Rellingen“ werden die Grundzüge für einen Rahmenplan dafür erarbeitet.

Perspektivisch ergeben sich für das Areal rund um den EDEKA-Böge, den Postleerstand und dem heutigen Parkplatz neue Möglichkeiten. In diesem Zusammenhang muss das Areal entsprechend seiner zentralen Lage im Ortskern neugeordnet und gestalterisch sowie funktionell aufgewertet werden. Den größten Raum der Neugestaltung sollte ein moderner Nahversorger einnehmen, der wesentlich zur guten Versorgungssituation der Gemeinde beiträgt und als starker Frequenzbringer dient. In einer städtebaulich attraktiven Gestaltung können hier weitere attraktive und frequenzbringende Nutzungen etabliert werden und der Bereich zu einem Platz mit Aufenthaltsqualität entwickelt werden.

Der Arkadenhof kann zu einem starken Standort für Wellness- und Gesundheitsangebote weiter ausgebaut werden und sollte mindestens einen starken Frequenzbringer beherbergen. Grundsätzlich kann auch dieser Bereich durch eine gestalterische Aufwertung und Auffrischung in seiner Attraktivität gesteigert werden. Auch der Spielplatz im hinte-ren Bereich sollte in die Konzeption einbezogen werden. Hierbei ist ein enger und regelmäßiger Austausch zwischen den Eigentümer*innen, den Betreibenden und den Anwohnenden zu pflegen.

Der Sportplatz mitten im Ortskern ist eine Besonderheit. Dieser erfüllt neben seiner Aufgabe als Sportstätte auch die Aufgabe eines Treffpunktes und dient der Naherholung als „Grüne Mitte“ von Rellingen. Durch eine moderne Gestaltung und die Ergänzung von Freizeitangeboten für alle Generationen erfolgt eine Aufwertung des Sportplatzes. Auch der Spielplatz und die umliegenden Bereiche sollten miteinbezogen werden. Eine offene Beteiligung der interessierten Bevölkerung aller Altersgruppen ist dabei umzusetzen.

Die Themen rund um die verkehrliche Erschließung der Gesamtgemeinde und die Verkehrsbelastungen im Ortskern sind für die Aktivie-rung des Ortskerns zentral. Zum einen muss der Ortskern für alle Generationen möglichst einfach und barrierearm erreichbar sein und zum anderen gilt es, die Aufenthaltsqualität im Ortskern nicht darunter leiden zu lassen. Zu benennen sind hier die Verkehrsbelastung der Hauptstraße und der Einfahrtsstraßen in den Ortskern sowie die benötigten Parkplatzflächen in räumlicher Nähe zu den Angeboten. Neben einer gezielten Förderung des Radverkehrs und des ÖPNVs müssen auch gestalterische Lösungen für den Verkehrsraum erarbeitet werden. Die Ideen aus der Öffentlichkeitsbeteiligung reichen hierbei von der Einführung einer sogenannten „Shared Space“ Lösung in der Hauptstraße bis hin zu einer „Unterkellerung“ des Sportplatzes für eine Tiefgarage. Hier besteht die Aufgabe darin, in enger Abstimmung mit der Verkehrsplanung und den verschiedenen Fachbehörden, dem Straßenbaulastträger sowie den Akteuren der Ortsmitte und der Bevölkerung eine umsetzbare Lösung zu erarbeiten. Die Ergebnisse und Maßnahmen des integrierten Gesamtverkehrskonzeptes sind eine Grundvoraussetzung für die Gestaltung des Ortskerns.

Der zu erstellende Rahmenplan für den Ortskern sieht eine Stärkung vom Kern aus vor. Von diesem aus können sich die positiven Effekte auf die Randbereiche ausdehnen. Zu nennen ist hier bspw. der Bereich rund um den Ehmschen und Am Markt. Hier gilt es die bestehenden Verkehrsbelastungen, die durch die Gesamtmasse des Durchgangsverkehrs verursacht werden, im Rahmen des integrierten Gesamtver-kehrskonzeptes abzubauen. Eine verstärkte Ansiedelung von Einzelhandelsnutzungen zeichnet sich hier momentan nicht ab, jedoch soll eine Ergänzung durch gastronomische Angebote und Dienstleistungen offengehalten werden. Der Entwicklungsfokus des Ortskerns sollte zunächst auf den zentralen Bereichen liegen.

Im Zuge der Erstellung eines Gesamtkonzeptes für den Ortskern sollte sich auch mit dem Thema Baukultur für den Ortskern auseinandergesetzt werden. In einem offenen Diskurs und mit fachlicher Begleitung sollten dabei Fragen des Städtebaus, der Architektur und der Gestaltung des öffentlichen Raums im Fokus stehen.

Für das Handlungsfeld ergibt sich folgendes Leitziel:

  • Aktivierung der Ortsmitte Rellingen-Ort
    Die Soll-Ziele und einzelne Maßnahmen finden Sie hier.