OEK Rellingen
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Verkehr & Mobilität

Das Handlungsfeld Verkehr & Mobilität beinhaltet die Themen rund um die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden, die allgemein hohen Verkehrsbelastungen und Folgen für die Anwohnenden und die Anbindung der Gemeinde durch den ÖPNV. Es gilt, zukünftig für alle Verkehrsteilnehmenden die Verkehrsachsen sowohl innerhalb der Gemeinde als auch in Verbindung mit den Nachbargemeinden und der Region zu stärken. Zudem gilt es bestehende Konflikte abzubauen bzw. zu minimieren.

Rellingen ist aufgrund seiner räumlichen Lage und der Autobahn, die durch die Gemeinde führt und den Ortskern Rellingen streift, besonders durch Durchgangsverkehre belastet. Neben den Pendelverkehren, die auch aus dem Umland kommen und in Rellingen auf die Autobahn fahren, verzeichnet die Gemeinde ebenfalls ein hohes Aufkommen von Schwerlastverkehren. Diese haben sowohl das Umland als Ziel als auch die Gewerbegebiete in Rellingen. Die Gewerbegebiete in Kurpunder Adlerstraße und Neu-Egenbüttel Siemensstraße werden jeweils durch die angrenzenden Wohngebiete erschlossen. In der Folge kommt es zu starken Verkehrs-, Lärm- und Abgasbelastungen in den umliegenden Wohngebieten und ebenfalls zu gefährlichen Verkehrssituationen, da das Straßennetz nicht für das auftretende Verkehrsaufkommen ausgelegt ist. Nahezu alle Wohngebiete und Ortsteile sind durch starke Verkehre belastet. In einem integrierten Gesamtverkehrskonzept gilt es die Durchgangsverkehre gemeindeverträglich zu führen. In diesem Zusammenhang sollten die verschiedenen Möglichkeiten zur Verkehrslenkung (bspw. durch eine Umgehungsstraße, die Sperrung einzelner Autobahnabfahrten, Einbahnstraßenregelungen, etc.) untersucht werden.

In Rellingen ist die autogerechte Verkehrsplanung der letzten Jahrzehnte sichtbar. Viele und große Parkplatzflächen im Ortskern Rellingen, schmale bzw. nicht vorhandene Geh- und Radwege, die sich teilweise zudem in einem schlechten baulichen Zustand befinden und schlechte bis keine sicheren Fahrradabstellmöglichkeiten sind die Folge. Um eine Verkehrsreduzierung in der Gemeinde zu erzielen ist der Ausbau und die Förderung des Fuß- und besonders des Radverkehrs und des ÖPNVs unerlässlich. Es gilt in Rellingen die Verkehrswende anzustoßen und eine moderne und attraktive Mobilität in der Gemeinde zu fördern.

Für die Umsetzung gilt es ein gesamtgemeindliches und mit dem Umland abgestimmtes Verkehrskonzept zu erarbeiten. Das Ziel ist eine allgemeine Reduzierung des Verkehrs in Rellingen. Neben der Förderung der verschiedenen Verkerhsträger gilt es auch Alternativen in Rellingen zu etablieren. Carsharing-Angebote in Zusammenarbeit mit den örtlichen Autohändler*innen oder Leihangebote für Lastenfahrräder können Alternativen darstellen. Es gilt die Ortsteile untereinander besser zu vernetzten und dadurch die Verkehre innerhalb der Gemeinde zu reduzieren. Die Anbindung an das überörtliche ÖPNV-Netz gilt es ebenso zu verbessern. Für die Umsetzung des Verkehrskonzeptes ist eine Einbindung in das regionale Modellprojekt der Metropolregion Hamburg zu prüfen.

Neben der der allgemeinen Reduzierung des Verkehrs gilt es auch den öffentlichen Raum und die Wege sukzessive barrierefrei zu gestalten. Bei anstehenden Straßenbaumaßnahmen gilt es die modernen Standards bzgl. der Wegebreiten und Oberflächenbeschaffenheiten zu beachten.

Für das Handlungsfeld ergibt sich folgendes Leitziel:

  • Abbau der Verkehrsbelastungen durch gezielte Förderung von Verkehrsträgern und Gewährleistung einer sicheren Verkehrsteilnahme für alle 
    Die Soll-Ziele und einzelne Maßnahmen finden Sie hier.